Direct Action Guide Index

Menschen finden mit denen Du zusammenarbeiten kannst
- Sei extrem vorsichtig mit wem Du, Dich einlässt. Ein schwaches Glied in eurer Kette reicht aus um alle scheitern zu lassen.
- Polizeispitzel geben sich als Aktivisten aus, essen nur vegan, werden dir finanzielle Hilfen und sogar einen Schlafplatz bei sich zu Hause anbieten, und dich zu direkten Aktionen ermutigen oder versuchen dich in direkte Aktionen mit einzubeziehen. Natürlich kannst du niemals ganz sicher sein ob Jemand vertrauenswürdig ist, nutze dein Urteilsvermögen und traue nur Jenen, die du schon über längere Zeit hast kennenlernen dürfen.
- Es gibt Polizeispitzel, die sich in die Tierrechtsbewegung eingeschlichen haben und deren Daseinszweck es ist, Aktivisten zu sabotieren.
Diese sind genauso präsent in Formationen wie SHAC oder Peta, hauptsächlich jedoch außerhalb von Gruppierungen.
Diese versuchen Zellen zu infiltrieren oder sich mit potenziellen Aktivisten zusammenzuschließen und diese zu kriminellen Aktionen anzuspornen um sie dann auffliegen zu lassen.
Um so etwas zu vermeiden ist es ratsam mit Freunden zu arbeiten, die ihr schon kanntet, bevor ihr euch mit der Tierbefreiungsbewegung befasst habt. Weitere Informationen findest du hier (engl.).

- Nähere dich zaghaft an das Thema “Direkte Aktionen”. Finde zu allererst einmal heraus, wie dein Gegenüber zu diesem Thema steht und versuche solche Gespräche nicht in geschlossenen Räumen zu führen, sowie ohne Mobiltelefone und potenziellen Mithörern in der Umgebung.
Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt solltest du für dieses Gesprächsthema nur Personen auswählen, die du schon sehr lange kennst und denen du volles Vertrauen schenkst, denn es braucht nur einen winzigen Fehler, beabsichtigt oder unbeabsichtigt um dich für mehrere Jahre ins Gefängnis zu bringen.
- Vertraue nur vegan lebenden Menschen, die Tierrechten und Tierbefreiung zugewand sind. Jemand der nicht willensstark genug ist auf tierische Lebensmittel und/oder Kleidung zu verzichten um Tiere zu schützen, ist offenbar nicht in außreichendem Maße der Tierrechtsbewegung zugewandt und wird sich wahrscheinlich gegen dich, deine Kameraden und die Bewegung richten.
- Vermeide eine Zusammenarbeit mit Alkoholikern, Drogenabhängigen, usw. Das Risiko von unbeabsichtigten oder beabsichtigten Informationsaustausch ist bei diesen nicht genau einschätzbar. Selbst wenn sie normalerweise sehr vertrauenswürdig sind, besteht dennoch das Risiko das sie im Rausch unkontrolliert daherreden.

- Vermeide eine Zusammenarbeit mit Personen, die noch anderweitig illegal oder kriminell aktiv sind. Bei einer Festnahme derer kann es passieren -und ist in der Vergangenheit auch schon passiert-, dass diese ihre Kameraden verraten um eine Reduzierung ihrer Strafe zu bewirken.
- Vermeide die Zusammenarbeit mit Personen, die gerne prahlen und viel erzählen. Denen würde es sehr schwer fallen den Mund zu halten.
- Vertraue Niemanden, nur weil dieser bereit ist sich an Aktionen zu beteiligen.
- Stelle für deine Tiere, sowie der Tiere deiner Bündnisspartner eine Obhut sicher, für den Fall, das ihr mal inhaftiert werdet. Erzähle dafür Niemanden, das du illegalen Aktivitäten nachgehst, doch entscheide vorzeitig, wem du deine Tiere anvertrauen möchtest, falls du dich nicht um sie kümmern kannst. Diese Person muss einen Schlüssel zu deiner Wohnung haben oder zumindest wissen, wo du einen versteckt hälst, für den Fall, das du nicht die Möglichkeit hast, einen persönlich auszuhändigen.
- Vertraue Niemanden. Verfahre auf einer Erzähle-nur-das-Nötigste Basis. Mehr dazu unter “Sicherheitspolitik”.
- Lasse jeden in deiner Gruppe diesen Leitfaden lesen, damit ihr alle den gleichen Wissenstand über Sicherheitsvorkehrungen, Gesetzeslagen und Verhörtechniken habt und wisst wie ihr bei Strafverfolgung, Repression und Inhaftierung vorgehen müsst.
Nachdem sich eine Zelle zusammengefunden hat, könnten ihr einen Pakt schließen, niemals Informationen an Aussenstehende (Polizei, Freunde, Beziehungspartner/in, Familienmitglieder, usw.) weiterzugeben. Ihr solltet euch schwören, daß keine Information jemals die Gruppe verlassen werden.
Der Pakt könnte für manche Mitglieder hilfreich sein, während Inhaftierungen, Gerichtsverhandlungen, polizeilichen Verhörungen, usw. dicht zu halten. (Auch wenn du der Meinung bist, dies nicht für dich zu benötigen, könnte es für einen deiner Partner dennoch nützlich sein.)
Von der Animal Liberation Front:
Einer der wichtigsten Schritte zur Mitwirkung an direkten Aktionen ist es die richtigen Leute zu finden, mit denen du Tätig werden kannst.
Bei jeder ALF-Aktion riskierst du deine Freiheit, daher musst du absolut sicher sein, das deine Aktionspartner vertrauenswürdig sind.
Es ist von essenzieller Wichtigkeit, das deine Mitstreiter weder dich noch andere Tierrechtsaktivisten bei einer drohenden Belangung verraten würden um eine mildere Strafe zu erwirken.
Du solltest immer mit Menschen zusammenarbeiten, die du schon lange kennst und bei denen du sicher bist das diese absolut verlässlich sind.
Sicherheit ist ein sehr wichtiger Faktor bei direkten Aktionen, daher ist die Zusammenarbeit mit Menschen die zu Prahlerei neigen und schlecht Geheimnisse bewahren können nicht zu empfehlen.

Eine eigene Gruppe zu gründen ist besser als einer bereits existierenden beizutreten, denn wenn du schon von einer bereits existierenden weißt, lässt dieses darauf schließen, das ihre Sicherheitsvorkehrungen offensichtlich nicht die besten sind.
Jemanden zu fragen, ob dieser sich anschließen wolle, ist keine leichte Angelegenheit. Wirf das Thema bei einem Gespräch einfach mal in den Raum und analysiere dessen Reaktion darauf. Wenn diese positiv ist, kannst du das Gespräch weiter ausbauen. Zellen bestehen meist aus 2 bis 5 Mitgliedern.
Lasse an jeder Aktion nur so viele teilnehmen, wie tatsächlich benötigt werden, vergesse aber nicht, wie wichtig es ist Leute zu haben, die die Aktion überblicken. Unnötig viele Teilnehmer zu involvieren stellt für diese nur ein unnötiges Risiko dar.
Einer sollte als Gruppensprecher auserwählt werden. Dieses bedeutet aber nicht, das dieser mehr Privilegien oder Macht in der Gruppe besitzt, meist kommt der Gruppensprecher gar nicht erst dazu seine Rolle auszuüben. Doch falls es mal von Nöten sein sollte während einer misslungenen Aktion eine dringende Entscheidung zu fällen muss einer das Wort haben, da in dem Moment keine Zeit für eine demokratische Vorgehensweise ist.
Nehmt euch die Zeit als Gruppe zu wachsen. Fangt mit kleinen Aktionen an um eine gewisse Routine zu entwickeln und euch auf einander einzustellen.
Sprecht nach den Aktionen über das was gut und das was schlecht verlaufen ist und wie man das nächste mal besser und gezielter vorgehen könnte.
















Bite Back Germany 2011