Direct Action Guide Kapitel 4 : Die Aktionsplanung

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Die Aktionsplanung

- Vor der Durchführung einer Aktion sollten, für den Fall einer Verhaftung, alle privaten Angelegenheiten geregelt sein. Falls du Haustiere hast, kläre vorzeitig ab, wo diese in der Zeit einer möglichen Inhaftierung versorgt werden können.
Das bedeutet NICHT, dass du die jeweilige Person davon unterrichten sollst, dass du illegale Aktivitäten planst oder darüber nachdenkst in der Zukunft in solche involviert zu sein. Überlege lediglich wer dafür in Frage kommen könnte, im Falle einer Inhaftierung bezüglich deiner Tiere um Hilfe gebeten zu werden. Diese Person sollte natürlich nicht selber in illegale Aktivitäten, egal welcher Natur, verwickelt sein und sich auch möglichst nicht in der Tierrechtsszene bewegen.

- Plane alles sehr genau. Die erste Aktion nach Gründung eurer Zelle sollte nicht vor Ablauf einiger Monate durchgeführt werden. Ihr solltet alle ausreichend Zeit haben, um euch gut zu informieren, auszurüsten, usw.

- Erstellt einen Plan, der so sicher ist wie nur möglich, aber geht niemals davon aus, dass er perfekt sei – es bleibt immer ein Restrisiko zu scheitern.

- Macht alle Planungen immer gegenwärtig, im wirklichen Leben und niemals zu Hause oder im Auto oder in der Nähe dieser, sowie auch nicht bei anderen Tierrechtsaktivisten. Tragt während solcher Gespräche auch keine Mobiltelefone oder andere elektronischen Geräte bei euch und achtet darauf, dass sich solche auch nicht in eurer Umgebung befinden. Für Planungsgespräche sind Orte vorzuziehen die im besten Fall außer Landes und weit weg von Zivilisationsobjekten sind.
SPRECHT NIEMALS IN GEBÄUDEN ODER FAHRZEUGEN.

Mehr darüber nachzulesen im Abschnitt “Sicherheitspolitik”.

- Lese diesen “Direct Action” Artikel (engl.), um dir ein Bild von einer realen direkten Aktion zu machen. Das ist ein Muss. Lasse jeden deiner Zelle diesen Artikel lesen und beachtet JEDES kleinste Detail.

- Seht euch Videoclips von direkten Aktionen an (sucht bei “Youtube” nach “Animal Liberation Front”), um euch weitere Eindrücke zu verschaffen. Ich empfehle dieses Video.

- Überlege genau welchen Zweck du mit deiner Aktion verfolgst, bevor du die Einzelheiten planst, um die höchstmögliche Effektivität zu erlangen. Berücksichtige die Kosten, das Risiko zu scheitern und das damit verbundene drohende Strafmaß (zum Beispiel: Begehe keine Brandstiftung, wenn du ohne den Einsatz von Feuer den gleichen Schaden anrichten kannst. Das Strafmaß für Brandstiftung ist nämlich verhältnismäßig hoch). Verschwende keine Hilfsmittel und gehe kein unnötiges Risiko ein.
Beachte, das der Nutzen einer Aktion in einem guten Verhältnis zu den damit verbundenen Kosten und Risiken steht. Wenn du eine Jagdhütte in Brand steckst, besteht das Risiko, Insekten, kleine Nagetiere und eventuell in der Hütte befindliche Haustiere zu töten und sogar dabei die Umgebung in Brand zu setzten. Wenn du eine Tat begehst, die ein großes Risiko birgt gefasst zu werden, besteht die Möglichkeit eine Haftstrafe absitzen zu müssen, welches zur Folge hätte, das du erst mal keinem Tier mehr Gutes tun kannst und in Zukunft potentiell unter Verdacht stehen wirst. Wenn du dir nicht genug Zeit nimmst und mit deinen Hilfsmitteln und Kapital ebenfalls zu sparsam umgehst, wirst du weniger Tiere retten können.

- Öffentlich Konsumenten zu kontaktieren ist der effektivste Weg gegen die Nahrungsmittelindustrie vorzugehen, da dieser Industriezweig sehr viele Menschen betrifft. Öffentlicher Aktivismus kann auch sehr effektiv gegen Pelz, Leder, Zoos und Zirkusse sein, da den meisten Menschen nicht bewusst ist, wieviel Leid damit verbunden ist.

- Gezielte direkte Aktionen oder Demonstrationen sind am wirksamsten gegen kleinere Betriebe. Darunter fallen Pelzfarmen, Tierversuchslabore, Zirkusse, Züchter (für Versuchstiere oder Haustiervermehrer), Ledereien und Fast Food Restaurants.
Ein Beispiel: Es gibt nur noch ein paar dutzend Zirkusse und eine einzige, gezielte Aktion könnte dazu führen, das der jeweilige Zirkus für immer schließen muss. Das würde bedeuten, dass nur ein paar dutzend Aktionen durchgeführt werden müssten, um Zirkusse für immer zu verbannen.

- Wenn es dir schwer fällt, dich für etwas zu entscheiden, hier (engl.) sind ein paar Beispiele.

- Involviere nicht unnötig viele Teilnehmer in eine Aktion, lass aber auch keine wichtigen, sekundären Positionen aus (wie zum Beispiel Späher). Je mehr Leute teilnehmen, desto größer ist das Risiko aufzufliegen oder während der Aktion getrennt zu werden sowie gehen unnötig viele Personen ein Risiko ein.

- Wenn du in eine Pelzfarm einsteigst, ist es besonders schadvoll für die Farmbetreiber, wenn du die Zuchtkarten zerstörst, da diese einen immensen Wert für die Besitzer darstellen und eine Zerstörung dieser eine Schließung der Farm zur Folge haben könnten. Eine solche Tat hat meist schon einen größeren Nutzen für die Tierrechtsbewegung als die Tierbefreiung an sich.

- Es ist besonders wichtig die Teilnehmeranzahl bei Aktionen die ein verhältnismäßig hohes Risikopotenzial bergen gefasst zu werden oder bei denen lange Haftstrafen drohen (zum Beispiel bei Brandstiftung) auf ein Minimum zu beschränken. Wenn nötig kannst du mehrere sehr vertrauenswürdige Personen in die Planungen einbeziehen, doch die Durchführung an sich nur von ein oder zwei geschehen lassen.
Nochmals: Vergesse nicht die Wichtigkeit von passiven Aktionspartnern wie zum Beispiel “Schmierestehern”, usw. doch wähle stets nur ein Minimum an Mitstreitern.

- Wenn möglich führe die Aktionen in Städten/Gegenden aus, die nicht in der Nähe deines Wohnortes liegen. Die Aktionsorte sollten so weit weg wie nur möglich sein.

- Wenn du in einer anderen Stadt übernachten musst, gehe auf keinen Fall in ein Hotel. Übernachte auf einem Campingplatz wo sich nur wenige Menschen aufhalten.

- Wenn du noch kein Angriffsziel ausgewählt hast, können dir diese Seiten hilfreich sein:

INLAND:
- Bite Back Germany Targets : Ziele für Kampagnen in Deutschland (wird ständig ergänzt)

INTERNATIONAL:
-The Blueprint: Auflistung aller bekannten Pelzfarmen in den Vereinigten Staaten
-The Final Nail: Auflistung aller bekannten Labortierzüchter, Pelzfarmen, Tierfallenleger und Schlachthöfen in den Vereinigten Staaten
-Flashpoint I: Animal Research Labs: Tierversuchslabore
-Flashpoint II: Lab Animal Suppliers: Versuchstierzüchter
-Flashpoint III: Slaughterhouses: Schlachthäuser
-Flashpoint IV: Fur Farms: Pelztierfarmen
-Research Facility Map: Liste von HSUS mit Tierversuchslaboren in den Vereinigten Staaten
-Facility Reports and Information: Liste von SAEN mit Tierversuchslaboren in den Vereinigten Staaten
-US Government Facilities that test on animals
-Vivisectionists: Auflistung von Vivisektoren in den Vereinigten Staaten, sortiert nach Labor
-Fur farm info: Pelzfarmen die nicht bei The Blueprint aufgelistet sind

Sehe diese Liste ggf. als Anregung eigene Listen in deiner Region zu erstellen und deine Recherche Tierrechtsseiten (und damit anderen Aktivisten) zur Verfügung zu stellen.

- Wenn du dich zwischen zwei Zielobjekten nicht entscheiden kannst, dann wähle jenes, bei dem das Risiko erwischt zu werden geringer ist. Zum Beispiel wenn du weißt, das die vorhandenen Sicherheitsstandarts bei dem einen Objekt niedriger sind, dann entscheide dich für dieses..

- Wenn dein Zielobjekt ein Versuchslabor ist, lese dies (engl.) bevor du die Planungen beginnst.

- Kontaktiere weder vor noch nach einer Aktion das jeweilige Unternehmen bezüglich ihrer grausamen Praktiken an Tieren (oder aus anderen Gründen). Dieses könnte dich verdächtig machen. Du solltest entweder öffentlich (above ground) oder im Untergrund (underground) gegen ein Angriffsziel vorgehen, keinesfalls beides.

- Versuche deine Denkweise der, der Mörder und Strafverfolger anzupassen. Versetze dich in ihre Position. Die Mörder wollen ihre Identität geheim halten (um sich vor Aktivisten zu schützen). Strafverfolger werden eine Vielzahl an Taktiken ausprobieren um dich festnehmen zu können, auch nur für legalen Aktivismus.

- Fange mit wenig riskanten Aktionen an, wie zum Beispiel Türschlösser zukleben, Parolen sprühen, Sticker aufkleben oder andere simple Sachen, wie zum Beispiel Tierfallen entschärfen. Arbeite dich hoch zu Aktionen mittleren Risikos, wie zum Beispiel Hochsitze zerstören oder kleine Pelzfarmen mit geringem Sicherheitsaufkommen. Warte bis du so erfahren mit Aktionen bist, das du dir zutraust in gut gesicherte Laboratorien einzubrechen.

- Brandstiftung, Sabotage, Vandalismus und ähnliches ist nicht Notwendig – Befreiungen an sich sind super und nicht mit so hohen Strafen behaftet.

- Während du einen Aktionsplan erstellst, solltest du dir überlegen, wie du dich vor dem Gesetz schützt und dieses bis zum Abschluss der Durchführung im Kopf behalten. Das kann etwas sehr simples sein wie eine Skimaske, die dein Gesicht vor Überwachungskameras schützt oder etwas das mehr Wissen erfordet wie das vorherige Abstellen von Überwachungskameras und Alarmanlagen.

- Beschaffe nach Möglichkeit die Lagepläne/oder Baupläne des Zielobjektes/ortes. Nehme dazu nicht deinen eigenen Computer zur Hilfe oder einen anderen, der mit dir in Verbindung gebracht werden kann.

- Nachdem ein grober Plan erstellt wurde, erkundschafte die Gegend wo die Aktion stattfinden soll. Suche Fluchtwege für den Fall das etwas schiefläuft. Halte Ausschau nach Polizeistreifen in der Umgebung und vergewissere dich, dass diese während der Aktion nicht in der Nähe sind.

- Mache den ersten Lagecheck tagsüber um dich mit der Gegend vertraut zu machen. Schaue nach Überwachungskameras, Alarmanlagen, Stolperdrähten, usw.

- Schneide während der Erkundung keine Löcher in Zäune oder ähnliches, was ein Indiz für eine Erkundung wäre. Falls doch, wird dies zur Folge haben, das die Gegend für sehr lange Zeit sehr stark bewacht werden wird. Wenn die Aktion Nachts durchgeführt werden soll, (was der Fall sein sollte) mache einen weiteren Lagecheck in der Nacht.

- Wenn du noch unsicher bist, führe noch weitere Lagechecks durch, doch nur so viele wie unbedingt nötig sind, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen.

- Suche dir für den Notfall die besten und dunkelsten Verstecke über die Strecke des Hin-und Rückweges verteilt.

- Trage während der Erkundungen nicht die Kleidung, die du bei der Aktion tragen wirst. Trage normale Straßen-oder Joggingkleidung und versuche nicht verdächtig zu wirken. Fahre/gehe nicht mehrmals vorbei, sondern mache eine Joggingrunde.

- Wenn möglich vermeide es während des Lagechecks gesehen zu werden. Verstecke dich in einem Graben oder Gebüsch wenn du ein Auto hörst. Wenn du aber schon gesehen wurdest, mache keine Anstalten dich zu verstecken, da dieses zu verdächtig ist. Entscheide aus der Situation heraus was zu tun ist.

- Wenn möglich kontrolliere (ohne verdächtig zu sein) vorzeitig die Gegend zu der Uhrzeit, zu der die Aktion geplant ist, auf Polizei. Trage keine ALF-Aplikationen.

- Suche entweder frühzeitig oder direkt vor Durchführung der Aktion (so wie es am besten ist) nach Eingängen und Fluchtwegen, Müllcontainern um Aktionshilfsmittel los zu werden (wenn möglich nicht mehreres in den gleichen Behälter werfen), Überwachungskameras, Alarmanlagen, Stolperdraht, das beste/dunkelste Versteck (für den Notfall), usw.

- Sei sehr vorsichtig bei deinen Erkundungsarbeiten und führe nicht mehr Lagechecks durch als unbedingt notwendig. Verhalte dich unauffällig, es wurden schon Aktivisten überführt, weil sie bei Lagechecks vor Aktionen gesehen wurden und sich verdächtig verhielten. Wenn möglich sollte ein Großteil der Erkundungsarbeiten längere Zeit vor der Aktionsdurchführung gemacht werden.

- Für mehr Instruktionen/Ratschlägen zu den Lagechecks siehe hier (engl.).

- Wenn die Erkundungen abgeschlossen sind, präzisiere den Aktionsplan und gehe ihn mehrmals mit deinen Mitstreitern durch, bis jeder genau weiß, was er zu tun hat. Erarbeitet zusammen einen detailierten Endplan, DOCH SCHREIBT ODER NEHMT DIESEN AUF KEINEN FALL AUF.

- Stellt sicher das alle Beteiligten mit dem Plan einverstanden und mit den Details vertraut sind (nehmt Veränderungen vor falls nötig). WEIHT KEINEN IN DEN PLAN EIN, DER NICHT AKTIV DARAN BETEILIGT SEIN WIRD, ausser einer möglichen Person, die auf Bereitschaft gehalten werden wird (siehe im unteren Teil des Abschnitts).

- Überlegt wieviel Zeit ungefähr jeder Part der Aktion brauchen wird.

- Erstellt Notfallpläne um zu wissen, was zu tun ist, falls etwas schief läuft; Lasst ihr eventuell von der geplanten Aktion ab? Ändert ihr eure Vorgehensweise? Wählt ihr ein anderes Zielobjekt?

- Sprecht euch darüber ab, wo ihr euch im Falle einer Trennung wiedertrefft. Der Treffpunkt sollte ein gutes Stück von dem Aktionsort entfernt liegen, am besten 3km oder mehr.

- Beziehe in die Planungen mit deiner Gruppe Notfall-Fluchtwege und Notfallpläne ein.

- Gehe die ausgewählten Notfall-Fluchtwege tagsüber ab. In der Nacht kann man leicht die Orientierung verlieren. Schaue auf eine Landkarte und gehe die Route mehrmals durch. Der Weg sollte nicht so leicht nachvollziehbar sein um zu verhindern, das die Polizei dir folgt und dich am Treffpunkt findet.

- Ihr solltet nicht in die Nähe des Aktionsortes fahren oder dort parken. Weder während der Erkundung, noch der Aktionsdurchführung. Die Regierung hat schon des öfteren Ortungsgeräte an den Autos von Aktivisten angebracht. Überlege dir, ein Radio-Funk-, bzw. HF/RF Detektor (Anmerk.: auch Wanzenfinder oder Handy-Detektor genannt, siehe Anbieter Inland) anzuschaffen (Beachte das viele Detektoren keine Signale von Ortungsgeräten auf hoher Ebene aufnehmen können). Ortungsgeräte wurden schon in Form von verwirrten Drähten und am hinteren Stoßdämpfer angebrachter Elektronik gefunden. Siehe hier (engl.) für mehr Informationen.

- Überlege dir, einen GPS-Blocker zu verwenden.

- Sei vorsichtig wo du parkst (besonders während der Aktion). Sei ausser Sichtweite von Überwachungskameras und lass dich nicht dabei sehen, wie du aus dem Auto aussteigst und wie du Equipment oder einen Rucksack trägst.

- Kenne die Zeiten in denen das Zielobjekt geöffnet ist und stelle sicher das Niemand da sein wird. Vergesse nicht, das Pförtner auch ausserhalb der Öffnungszeiten im Dienst sind, usw.

- Führe die Aktion in der Nacht durch, wenn die Gefahr der Anwesenheit mögliche Augenzeugen, die die Polizei rufen könnten oder Beweismaterial als deines identifizieren könnten, usw, am geringsten ist. Am besten zwischen 02:00 Uhr und 04:00 Uhr.

- Wählt einen Wortführer, für den Fall, das eine schnelle Entscheidung getroffen werden muss. (Zum Beispiel wenn ihr von der Polizei entdeckt und gejagt werdet; Lasst ihr euch auf ein Gefecht ein? Rennt ihr weg? Bleibt ihr als Gruppe zusammen oder teilt ihr euch auf?)

- Entscheidet vorzeitig wer was mitbringt, einschließlich Umgebungsplan.

- Bringt keine Mobiltelefone oder andere elektronische Geräte mit. Weder zu den Lagechecks noch zu der Aktionsdurchführung. Achtet auch darauf, das sich keine Mobiltelefone im Fahrzeug befinden.


- Dränge keinen dazu (egal ob Teil deiner Zelle oder der Tierbefreiungsszene oder nicht) an Aktionen teilzunehmen, wenn der jenige krank, erschöpft, gestresst, oder ähnliches ist. RISKIERE NICHT DEINE SICHERHEIT UND FREIHEIT.

- Wenn du Aktionsmaterial kaufst, pass auf, keine Fingerabdrücke darauf zu hinterlassen. Trage, wenn es nicht verdächtig ist, im Winter und Herbst Handschuhe während des Kaufs. Zahle mit Bargeld und verbrenne den Kassenbon.

- WASCHE DIE SACHEN ZU HAUSE AB UND BERÜHRE SIE NUR MIT HANDSCHUHEN. Wasche deine Klamotten und dein Aktionsmaterial unmittelbar vor jeder Aktion.

- Falls sich irgendjemand nicht gut genug auf die Aktion vorbereitet fühlt, unsicher ist oder es irgendwelche Unklarheiten gibt, kümmer dich darum, auch wenn das bedeuten würde, den Aktionstermin zu verlegen oder die Aktion komplett abzusagen.

- Wenn ein Teilnehmer krank wird, sich verletzt oder sich von einer Krankheit oder Verletzung erholt oder auch nur ausgelaugt ist oder in irgendeiner anderen Art und Weise für die Aktion hinderlich sein könnte, SAGE DIE AKTION AB. Es ist das Risiko nicht wert. Ja, du kannst Tieren das Leben retten, aber wenn du dich erwischen lässt, wirst du in Zukunft nicht mehr so aktiv sein können. Gehe keine unnötigen Risiken ein.

- Wenn irgendwas dazwischen kommt, sei es das du Informationen erhalten hast die sich mit deinen Plänen überlagern, oder sonstiges, verschiebe die Aktion oder sage sie komplett ab. RISKIERE KEINE VERHAFTUNG.

- Wenn der Plan ins Wasser fällt und die Aktion abgesagt wird oder nicht nach Plan durchgeführt werden kann, hinke dem nicht hinterher. Aktivisten sagen, das die meisten geplanten Aktionen niemals durchgeführt werden, weil etwas unerwartetes dazwischen kommt. Lass dich davon nicht entmutigen – überarbeite deinen Plan einfach, oder mache einen ganz neuen.

- Wenn du die Aktion in letzter Sekunde absagen musst, (zum Beispiel während du mit den Anderen zur Aktion fährst) tue dies nicht im Fahrzeug. Drehe einfach um und sage den Anderen später wieso.

- Sprecht vorher ab, das für den Fall, das der Fahrer einfach umdreht oder anders abbiegt als geplant, keinesfalls im Auto nachgefragt oder darüber gesprochen wird.

- Es könnte von Vorteil sein, für den Fall, das etwas schief läuft, eine Notfallnummer eines Eingeweihten dabei zu haben. Das sollte jemand sein, der nicht direkt an der Aktion beteiligt ist, aber bereit ist euch irgendwo abzuholen, falls ihr flüchten müsst oder sonstiges dazwischen kommt. Vergesst nicht, die Regierung zapft Mobiltelefone an (Geheimsprache anzuwenden ist nicht unbedingt gut genug, denn wenn du bereits als verdächtig eingestuft wurdest, werden sie herausfinden wovon du sprichst – oder das was du sagst entsprechend auslegen, selbst wenn es anders gemeint war).

- Vegewissere dich vor der Aktion das bei dir zu Hause nichts herumliegt, was die Polizei nicht finden sollte. Versuche solche Dinge an Orten zu deponieren, wo die Polizei sie nicht finden wird, wenn sie dein zu Hause oder Auto durchsuchen. Unter diese Dinge fallen Stadtpläne, Aktionspläne ( Aktionsplanungen sollten gar nicht erst aufgeschrieben werden und Stadtpläne keinesfalls markiert werden), Leitfäden zu direkten Aktionen, Tagebücher und persönliches wie zum Beispiel Adressbücher, Drogen, usw. (Aktivisten sollten ohnehin besser auf Drogen verzichten).

- Wenn du diesen oder einen anderen Leitfaden zu direkten Aktionen ausdruckst oder Informationen zu Tierbefreiungen oder Lagepläne, nehme keine Markierungen daran vor (wie zum Beispiel den Aktionsort oder die Route einzeichnen oder Textzeilen in einem Leitfaden markieren). Das ist zu offensichtlich falls die Unterlagen gefunden werden.

- Besuche einige Tage vor und nach der Aktion keine ALF- oder ELF-Websites oder andere Tierrechtsseiten, besonders dann, wenn du für gewöhnlich diese Seiten gar nicht besuchst. Vermeide es kurz vor der Aktion Leitfäden zu direkten Aktionen zu öffnen.

- Schlafe die letzten paar Nächte vor der Aktion gut und viel, du wirst in der Nacht wo die Aktion durchgeführt werden wird warscheinlich gar keinen Schlaf haben können und musst hellwach und munter sein. Suche vor der Aktion deine Kleidung, Schuhe, Ausrüstung, usw. nach Ortungsgeräten ab.

- Suche manuell alles durch und wenn möglich verwende noch zusätzlich einen Radio-Frequenz-Detektor.

- Lasse zwischen den Durchführungen von Aktionen immer einige Zeit verstreichen. Die Polizei wird lokale Aktivisten wachsam beobachten und merken, wenn welche Nacht für Nacht unterwegs sind. Es ist bekannt, das Ermittler verdächtige Aktivisten monatelang beobachten und über lange Strecken verfolgen. Wenn es in deiner Region viele Aktivisten gibt oder die Aktionen stets weit von dir entfernt sind, bist du dafür nicht so sehr gefährdet, aber trotzdem ist dies nicht auszuschließen.


Kapitel 1 : Menschen finden mit denen Du zusammenarbeiten kannst

Kapitel 2 : Sicherheitspolitik und Sicherheitsvorkehrungen

Kapitel 3 : Wie man sich kleidet und was man mitnehmen sollte

Kapitel 4 : Die Aktionsplanung

Kapitel 5 : Die Aktion

Kapitel 6 : Nach der Aktion

Kapitel 7 : Nicht gefasst werden

Kapitel 8 : Proteste beobachten und aufzeichnen

Kapitel 9 : Repression und deine Rechte

Kapitel 10 : Staatsanwaltschaft und Gerichte

Kapitel 11 : Vorbereitungsmaßnahmen

Nachwort : Bist du bereit für die ALF?

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