Wieder Hochsitze umgesägt – Kein ruhiges Hinterland für Jäger!

anonymes Bekennerschreiben:

“Zwischen Urbach und Plüderhausen (Baden-Württemberg, Deutschland) wurden in den letzten sieben Tagen erneut zwei weitere Hochsitze von uns abgesägt!
Obwohl die Jäger mitlerweile regelmäßige Patrouillenfahrten durch den Wald machen, konnten Sie uns nicht sehen während einer von uns tief im Wald sägte! Diesmal wurde so gut gesägt, dass der komplette Hochsitz letzten Endes durch einen einzigen Sidekick umgestoßen werden konnte. Eigentlich diente dieser nur dazu die letzte Holzlatte nach dem Sägen zu durchtreten, was übrigens scheiterte. Statt dessen kippte er komplett nach hinten um, was bei dem massiven Gewicht mehr als beachtlich ist.

Auch wenn diese Lustmörder uns weder sehen noch erwischen werden, haben wir euch permanent im Auge!
Ihr seid nicht länger anonym, für euch gibt es kein ruhiges Hinterland!

In der Nähe vieler Hochsitze rund um Urbach und Plüderhausen werden komplette Tonnen, teilweise sogar vollständige Anhängerladungen an die Tiere verfüttert um den Wildtierbestand exorbitant hoch zu halten! Die Jäger stellen jedes Jahr die Behauptung auf dass es in unseren Wäldern zu viele Wildtiere gäbe weil wir keine Beutegreifer wie den Wolf oder den Bären mehr haben. Doch in Wahrheit züchten sich die Jäger die Wildtiere in enorme Stückzahlen um Sie dann zusammen schießen zu können! Außerdem haben Tiere wie der Wolf nie den Bestand reguliert wie Jäger es behaupten und es nun als ihre eigene Aufgabe ansehen. Sie kümmerten sich in der Regel um die alten und die schwachen Tiere, die leicht zu erlegen sind. So wurde z.B. der Gesundheitszustand der Tiere im Wald vom Wolf reguliert. Jedoch nie der Tierbestand selbst!
Und außerdem… wer hat denn vor über 100 Jahren all unsere Wölfe ausgerottet?!

Jäger behaupten auch oft Sie würden nur auf kranke und alte Tiere schießen, dies entspricht nicht der Wahrheit! Die Jäger suchen sich in aller Regel die Kleinsten und Jüngsten heraus, also den wichtigen Nachwuchs! Sie schießen auf die Wildschwein-Kinder und Babies, auf die Rehkitze usw. Andere Jäger sagen offen sie müssten auf die Kleinen schießen, da man den anderen Jungtieren nicht die Mutter nehmen möchte. Doch am Liebsten würde der Jäger alle von Ihnen erwischen wenn er könnte.
Jäger jagen auch im Winter, da fragt man sich doch wo hier der Tierschutz bleibt! In dieser Zeit brauchen alle Tiere im Wald Ruhe um Ihre Ressourcen zu schonen, um den harten und kalten Winter zu überleben. Doch der Jäger schießt wie es ihm beliebt im Wald herum! Tiere werden bis zu mehreren Kilometern Entfernung aufgescheucht, rennen um Ihr leben, brechen Sich auf der Flucht oft Gliedmaßen, rutschen Abhänge herunter und leben in ständiger Angst vor den Wilderern die auch noch vom Gesetz geschützt werden!
Was meinen Sie denn warum viele Rehe und Wildschweine vor die Autos auf den Straßen rennen? Weil sie um ihr leben rennen!
Dieser Zusammenhang konnte bereits oft nachgewiesen werden, auch wenn er natürlich nicht auf 100% aller Fälle zu trifft wie eben vieles im Leben.

Es wird immer wieder angeführt dass Wildtiere die Bäume im Wald beschädigen, doch warum tun Sie das? Meinen Sie dass der natürliche Lebensraum z.b. der Rehe wirklich im Wald ist? Sie gehören auf die Wiesen und Felder, und an die Waldränder. Doch der Mensch verdrängt Sie permanent in die Wälder, wo sie kaum ihre wichtigen Gräser finden,also werden Bäume angefressen. Warum werden die Maisfelder die überall aus den Boden schießen nicht durch die Bauern, oder mitlerweile meist durch die vielen Großkonzerne entsprechend geschützt?
Klar weil es so teuer sei, da dann Ihr Gewinn geschmälert werde! Statt dessen gibt es Hetzkampagnen gegen Wildschweine.

Jäger haben in unserer Natur absolut NICHTS zu suchen, Sie schießen auf knapp 5 Millionen Wildtiere, hunderttausende Katzen und Hunde jedes Jahr, und sogar regelmäßig auf Menschen – viele dabei mit tödlichem Ausgang!

Jedes Mal liest man nur von “militanten Tierschützern” die Hochsitze umsägen, doch die Wahrheit ist doch, dass wir die Arbeit tun die im Sinne des Tierschutzes und des Schutzes für unsere Mitmenschen jeder tun sollte! Für den gemeinen Bürger ist die Jagd oft etwas Selbstverständliches. 80% der Bürger mögen sie zwar nicht, jedoch wird sie eben oft einfach akzeptiert.
An dieser Einstellung krankt unsere ganze Gesellschaft in vielerlei Themenbereichen. Es wird akzeptiert was nicht zu akzeptieren sein kann!
Dies sind die Themen über die Tageszeitungen und Zeitschriften doch mal lieber öfter Berichten sollten, und nicht permanent jedem Jäger nur in den Arsch kriechen um deren Lügen in der Gesellschaft zu verbreiten!
Man sollte meinen die Zeitungsredakteure würden sich ausreichend zu Themen informieren die sie publizieren. Doch jagdkritische Artikel sind nur selten aufzufinden. Wenn selbst wissenschaftliche Studien die Jägerlügen aufdecken, fragt man sich wo hier recherchiert wird! Ein Gruß an alle Redakteure bzw. Autoren im Lande, schreibt nicht jeden Scheiß den man euch diktiert! Informiert richtig und nicht nur bei der Jägerlobby.

Hobby Jäger reden immer davon wie gut sie ausgebildet seien, und über ihr sogenanntes “grünes Abitur”. Tatsächlich besteht dieses grüne Abitur weitestgehend aus Waffenkunde.
Es gibt auch Urlaubs-Blitzkurse, oft auch einfach Online Seminare in denen man in 2 Wochen vollständig auf die Jagdprüfung ausreichend vorbereitet wird. Wieviel sollen diese Menschen also über die komplizierten Zusammenhänge über das Ökosystem unserer Natur lernen, in denen sie blind (ja oft sogar mit massiver Sehschwäche) rumballern?!

In den letzten Wochen kam es in Deutschland zu vielen weiteren Hochsitz-Absägungen, macht weiter so! Jeder zerstörte Hochsitz, Ansitz usw. wird leben retten, auch wenn dies die grausamste der Jagdmethoden, die Treibjagd nicht verhindert. Dabei werden die Tiere des Waldes teilweise von bis zu 400 Jägern und Treibern gehetzt, bis man Ihnen den tödlichen Schuss verpasst! Ein Massaker!
So ist es hier erst kürzlich wieder passiert: http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/Auf-der-Pirsch-id3975863.html
Die Jagd und das Angeln ist kein Sport, es ist feiger Mord!

Wir rufen jeden unserer Mitmenschen auf, verhindert das Morden! Auch Tiere haben Familien, soziale Bindungen und Gefühle, den Wunsch nach Sicherheit und Frieden.
Jäger behaupten Spaziergänger würden die Tiere im Wald stören, doch stören nicht in Wahrheit die lauten Jagdgewehre und die ständigen Autofahrten der Jäger durch den kompletten Wald nicht viel mehr unsere Wildtiere?
Die Jäger fahren in aller Regel mit dem Auto so weit sie können, meist direkt bis vor den Hochsitz. Und stören die Treibjagden im Herbst und im Winter etwa nicht die Tiere?
Es gibt eine schier unerschöpfliche Zahl von Jägerlügen die problemlos mit etwas Hirn und Informationen widerlegt werden können.
Jäger und ihr Jagdstrategen, wir werden Euch das Handwerk legen!

Hier ein interessanter Link zur Geschichte der Anti Hochsitzaktionen in Deutschland: http://anti-jagd.blog.de/2009/11/21/geschichte-anti-hochsitzaktionen-7428572/

MORD BLEIBT MORD! Kein ruhiges Hinterland für Jäger!
Die Hochsitzabsägungen werden weiter gehen…!

ANIMAL LIBERATION FRONT”

Comments

  1. WeißerWolf says:

    Cool, weiter so !!!

    Die Rebellion wir kommen und sie wird immer größer und größer.
    Sie ist mittlerweile nicht mehr aufzuhalten !!!

  2. derrebell says:

    passt auf manchmal tun die wildkameras intsallieren
    aber das sollte kein problem sein,
    sind leicht ab zu hängen und ne schöne trophäe
    wenn du verstehst was ich meine *lol*

  3. MARITSA says:

    Es ist klar, liebe Freunde, es geht nur so und nicht anders.
    Leider, wir andere haben nicht eure Kraft, euren Mut und schon gar nicht eure Ausdauer für gleiche Aktionen.
    Kurz und klar: es fehlen uns die Eier diesen Weg zu gehen.
    Wenn es hilft zu sagen, ich bin mit euch, und verfolge immer mit Respekt und Bewunderung eure
    Aktionen, dann sage ich es jetzt und hier.

    herzlich

    die Anhängerin

  4. RitzeRatze says:

    @MARITSA, wenn es nur so leicht wäre…
    Leider macht das die Tiere auch nicht wieder lebendig die wegen nicht eingreifens in so hoher Zahl ihr Leben lassen mussten. Das hat auch mit Eiern nichts zu tun. Wichtig ist nur, dass die eigene Überzeugungskraft größer ist, wie die eigene Angst mit den Tierquälern direkt konfrontiert zu werden. Außerdem sollte man auf so etwas vorbereitet sein. Und so lange diese Angst euer Handeln so sehr bestimmt, mangelt es euch noch an Überzeugung. Was nützen einem all die Moral und Ethik gegen die Jagd wenn man sie nicht umsetzt. Wie kannst du ruhig schlafen, wenn du weißt dass die Tiere vor deiner Tür brutal ermordet werden? Jeder erzählt immer großspurig wie er gegen solche Tierquäler vorgehen würde wenn er sowas sehen würde, aber draußen im Wald passiert das jeden Tag und kaum einer tut etwas dagegen.

  5. maritsa says:

    Hallo RitzeRatze,

    eins wollte ich mit Sicherheit nicht , als ich mein Kommentar schrieb:
    Volkserzieherin spielen!
    Das heißt, keine Moral und Ethik anderen vorschreiben, die ich selber nicht vorweisen kann.
    Nur: die Aktionen, von denen wir hier reden, und zwar in solchem Ausmaß, sind eine Art Revolution
    im Alltag und Revolutionen kann man nicht jeden Tag machen. Sie kosten Energie, Kraft, Opfer
    und nicht zum letzt Geld. Es gibt aber Menschen, die ihr Leben nur auf dieser Basis eingerichtet haben,
    und gehen massiv gegen den Massenmord der Tiere an, auf einer Art, die für mich mindestens
    effektiv, wirksam und vor allem überzeugend ist.
    Insofern hast du recht zu behaupten, dass man eher handeln als Vorträge halten, besser wäre.
    Trotzdem und eins nur noch:
    Eier haben die Leute doch, und damit möchte ich alle andere und als erste mich als eierlos bezeichnen, denn
    so gesehen, sind wir nicht mal in der Lage zu beweisen, dass die Situation mit den Tieren uns richtig wehtut.
    Vielleicht tut sie`s doch , aber wir reden jetzt und hier vom Beweismaterial. Und das zählt.
    Vorausgesetzt natürlich, halten wir diesen Weg für den einzigen richtigen, wozu ich nach wie vor stehe.
    Weil ansonsten, andere “konventionelle” Bekämpfungen des Misstandes könnte ich jetzt und hier auch für
    meine Nichtigkeit auflisten, halte ich aber für unangemessen wenn nicht sogar für gewissenslindernd
    immer in Vergleich zu den Aktionen der Mutigen.

    Grüsse

    die Maritsa

  6. eberhard eber says:

    Alles Verbrecher und unwissende Möchtegern-Tierschützer und zu 99% nur dumme Mitläufer. Erst informieren und Gehirn einschalten dann handeln !!!

  7. Carl says:

    Ich glaube wir müssen auch hier mal ein bisschen was richtig stellen bezüglich der Aussagen von “Herr Anonym”:

    „“In der Nähe vieler Hochsitze rund um Urbach und Plüderhausen werden komplette Tonnen, teilweise sogar vollständige Anhängerladungen an die Tiere verfüttert um den Wildtierbestand exorbitant hoch zu halten!““
    Wenns wirklich anhängerweise auf einmal kommt ist es mit Sicherheit zu viel. Die Tonnen sind jedoch dafür da den Apfeltrester luftdicht abzuschließen und so haltbar zu machen. => Also unabdingbar und hat nichts mit den ausgebrachten Mengen zu tun. Der Trester hilft die Verbissbelastung zu mindern. Nur sollten vom Gesetzgeber die Fütterungszeiten angepasst werden, und die Fütterung auf ein Minimum reduziert werden. Ganz ohne Fütterung ist auch nicht OK, da wir Menschen (wie schon von Herr Anonym bemerkt) den Tieren die Zugänglichkeit zu bestimmten Futterquellen quasi verbaut haben:

    „“Und außerdem… wer hat denn vor über 100 Jahren all unsere Wölfe ausgerottet?!““
    Ich weiß nicht so recht worauf Du hinaus willst, es war „der Mensch“ der den Wolf ausgerottet hat, und nicht „die Jäger“. Damals konnte jeder (vor allem Bauern und Schafzüchter) mit der Waffe losziehen und Wölfe erschießen. Der heutige Jäger rottet keine Tiere aus.

    „“Jäger behaupten auch oft Sie würden nur auf kranke und alte Tiere schießen, dies entspricht nicht der Wahrheit!““
    Da hast Du recht. Es gibt vereinzelt Jäger die das behaupten. Alte und kranke Tiere gibt es aber viel zu wenig um den gesamten Zuwachs abschöpfen zu können. Dies entspräche auch nicht der Natur. Beutegreifer nehmen bevorzugt junge, schwache und alte Tiere.

    „“Die Jäger suchen sich in aller Regel die Kleinsten und Jüngsten heraus, also den wichtigen Nachwuchs! Sie schießen auf die Wildschwein-Kinder und Babies, auf die Rehkitze usw. Andere Jäger sagen offen sie müssten auf die Kleinen schießen, da man den anderen Jungtieren nicht die Mutter nehmen möchte.““
    Natürlich werden und müssen auch Jungtieren erlegt werden, und hier vorzugsweise die Schwachen. Nur so kann ein gesunder Wildbestand erhalten bleiben. Kämen alle durch, käme es schnell zu einer Überpopulation. Es werden jedoch nur so viel erlegt das der Bestand erhalten bleibt. Auch die natürlichen Prädatoren halten sich stets an die Schwächsten.

    „“Doch am Liebsten würde der Jäger alle von Ihnen erwischen wenn er könnte.““
    Das ist natürlich krass, gelogen und steht auch noch im Widerspruch zu Deinen obigen Ausführungen, in denen Jäger ja einen überhöhten Wildbestand wollen. Also sollte man ja „alle“ Jungtiere durchkommen lassen.

    „“Jäger jagen auch im Winter, da fragt man sich doch wo hier der Tierschutz bleibt! In dieser Zeit brauchen alle Tiere im Wald Ruhe um Ihre Ressourcen zu schonen, um den harten und kalten Winter zu überleben. Doch der Jäger schießt wie es ihm beliebt im Wald herum! Tiere werden bis zu mehreren Kilometern Entfernung aufgescheucht, rennen um Ihr leben, brechen Sich auf der Flucht oft Gliedmaßen, rutschen Abhänge herunter und leben in ständiger Angst vor den Wilderern die auch noch vom Gesetz geschützt werden!““
    Ob man gerade im Winter die Jagdzeiten ändern oder einschränken soll wird momentan in vielen Testrevieren und Forstämtern untersucht und wäre bestimmt auch sinnvoll. Man will dem Wild ja in dieser Zeit möglichst viel Ruhe lassen.
    Dass Jäger wie wild im Wald herumballern und Tiere über Kilometer aufscheuchen ist leider wieder gelogen und reine Polemik. Die meisten Tiere interessiert ein Schuß oft gar nicht. Jedes potentielle Beutetier auf der Welt lebt in ständiger Vorsicht. Ob vor dem Menschen oder anderen Prädatoren ist völlig egal. Durch die Jagd wird auch nicht mehr aufgescheucht als durch andere Wald- und Naturnutzer wie Spaziergänger, Radfahrer usw.

    „“Was meinen Sie denn warum viele Rehe und Wildschweine vor die Autos auf den Straßen rennen? Weil sie um ihr leben rennen!
    Dieser Zusammenhang konnte bereits oft nachgewiesen werden, auch wenn er natürlich nicht auf 100% aller Fälle zu trifft wie eben vieles im Leben.““
    Das ist natürlich der Hammer. Ich vermute auch dass Du das nicht mal selbst glaubst. Wenn Tiere durch Jagd überhaupt aufgeschreckt werden und weite Strecken gehen, dann bei sogenannten Bewegungsjagden mit Treibern und Hunden. Hierbei werden aber angrenzende Straßen mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnschildern versehen, oder sogar ganz gesperrt. Ich habe bei über 100 Jagden wo ich selbst teilgenommen habe, noch kein einziges überfahrenes Tier erlebt. Diese Jagden finden auch meist nur ein Mal im Jahr pro Revier statt und sind nur tagsüber!
    99% aller Wildunfälle sind jedoch zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen. Nämlich dann, wenn die Tiere von ihren Äsungsflächen zu den Tageseinständen ziehen und zurück. Einen starken Anstieg bei Wildunfällen kann man ebenfalls in der Paarungszeit beobachten, wenn die Tiere auf Partnersuche viel auf den Läufen sind und oft (hormonbedingt) sehr unvorsichtig werden.
    Wildunfälle aufgrund jagdlicher Aktivitäten gehen also gegen Null!
    Außer man jagt zu wenig. Gerade Rehwild ist bei zu hoher Populationsdichte sehr aktiv bzw. sogar gestresst. Durch diese Verdrängungskämpfe um Revierteile (gerade bei den weiblichen Tieren) rennen die Unterlegenen dann sehr oft über Straßen. Ende Teil1

  8. Carl says:

    Teil 2
    „“Es wird immer wieder angeführt dass Wildtiere die Bäume im Wald beschädigen, doch warum tun Sie das? Meinen Sie dass der natürliche Lebensraum z.b. der Rehe wirklich im Wald ist? Sie gehören auf die Wiesen und Felder, und an die Waldränder. Doch der Mensch verdrängt Sie permanent in die Wälder, wo sie kaum ihre wichtigen Gräser finden,also werden Bäume angefressen.““
    Natürlich hat der Mensch eine Mitschuld am Verbiss, da er den Tieren ja eine Kulturlandschaft vor die Nase setzt und die Tiere oft keine Ruhe mehr finden.
    Rehe gehören übrigens (im Gegensatz zu Hirschen) in den Wald. Der schmale Körper, die Nahrung und sogar das schmale Gehörn ist diesem ideal angepasst. Da Rehe auch nur kurze Strecken flüchten und sich gerne Verstecken ist der Wald als Lebensraum ideal. Klar ist dass Sie gerne auch auf Wiesen zum Fressen kommen. Nur in Gegenden mit sehr großen Feldern (die gab es aber früher nicht) gibt es sogenannte Feldrehe.

    „“Warum werden die Maisfelder die überall aus den Boden schießen nicht durch die Bauern, oder mitlerweile meist durch die vielen Großkonzerne entsprechend geschützt?
    Klar weil es so teuer sei, da dann Ihr Gewinn geschmälert werde! Statt dessen gibt es Hetzkampagnen gegen Wildschweine.““
    Auch hier ein eklatantes Informationsdefizit, vor allem für einen Jagdgegner. Ich hätte von Dir ein bisschen mehr Wissen / Recherchen erwartet, zumal alles auch einfach im Internet zu finden ist. Der sogenannte „Wildschaden“ muß nämlich vom Jäger bezahlt werden. Also haben die Landwirte (oder Konzerne) kein allzu großes Interesse oder die Notwendigkeit zum Schutz der Maisfelder. Dies tun fast ausschließlich die Jäger!!! Ein gutes Weidezaungerät mit Lizen und Pfosten für ein Maisfeld kostet ca. 2000-3000 € (gegen Wildschweine hilft nur das Beste!). dazu kommt noch der hohe Pflegeaufwand (Mähen und Akku wechseln). Dagegen muß man den Schaden rechnen der entstehen kann (auch dies ist im Internet zu finden). Maisfelder sind für den betroffenen Jäger ein Graus und mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden. Zumal der Mais, abgesehen von der Naturverschandelung, auch für unsere wildlebenden Tiere so gut wie nichts bietet. Jäger versuchen deshalb mit der Entwicklung einer speziellen mehrjährigen Saatmischung die als Futter und Schutz für viele Wildtiere (auch nicht jagdbare) dient, für den Energiemais eine ökologische Alternative zu finden.

    „“Ein Gruß an alle Redakteure bzw. Autoren im Lande, schreibt nicht jeden Scheiß den man euch diktiert! Informiert richtig und nicht nur bei der Jägerlobby.““
    Man sieht ja hier deutlich welchen Scheiß Du hier verbreiten willst

    „“Hobby Jäger reden immer davon wie gut sie ausgebildet seien, und über ihr sogenanntes “grünes Abitur”. Tatsächlich besteht dieses grüne Abitur weitestgehend aus Waffenkunde.
    Es gibt auch Urlaubs-Blitzkurse, oft auch einfach Online Seminare in denen man in 2 Wochen vollständig auf die Jagdprüfung ausreichend vorbereitet wird. Wieviel sollen diese Menschen also über die komplizierten Zusammenhänge über das Ökosystem unserer Natur lernen, in denen sie blind (ja oft sogar mit massiver Sehschwäche) rumballern?!““
    Auch ich wünsche mir bei manchem Jäger mehr Wissen über die ökologischen Gesamtzusammenhänge und auch von einem Schnellkurs halte ich nicht viel. Letztendlich liegt es jedoch an jedem selbst was man daraus macht. Es gibt genug Jäger die jedes kleine Pflänzchen im Revier kenne. Jedoch hast Du auch hier wieder über das Zeil hinaus geschossen. Beim 2 –Wochen-Kurs muß man sich schon lange vorher vorbereiten. Waffenkunde, hast Du teilweise richtig erkannt, ist natürlich wichtig. Nämlich Waffengesetz, Handhabung und Schießfertigkeit. Dies nimmt jedoch nur ca. 20% des Gesamtumfangs und nicht den größten Teil ein. Kannst Du jederzeit nachlesen bei allen Jagdschulen. Das „Rumballern“ hatten wir ja schon behandelt.

    „“Jäger behaupten Spaziergänger würden die Tiere im Wald stören, doch stören nicht in Wahrheit die lauten Jagdgewehre und die ständigen Autofahrten der Jäger durch den kompletten Wald nicht viel mehr unsere Wildtiere?
    Die Jäger fahren in aller Regel mit dem Auto so weit sie können, meist direkt bis vor den Hochsitz. Und stören die Treibjagden im Herbst und im Winter etwa nicht die Tiere?
    Es gibt eine schier unerschöpfliche Zahl von Jägerlügen die problemlos mit etwas Hirn und Informationen widerlegt werden können.
    Jäger und ihr Jagdstrategen, wir werden Euch das Handwerk legen!““
    Jeder stört die Tiere natürlich mehr oder weniger. Aber wenn der Jäger alle 2-3 Wochen mal einen Schuß abgibt, das stört überhaupt nicht. Genauso haben die Wildtiere vor Autos am wenigsten Angst. Das weiß jeder der schon an einem Reh vorbeigefahren ist. Erst wenn man stehen bleibt oder aussteigt, rennt es davon. Vor den Hochsitz fahren wäre für Dich ja ideal…dann kommt bestimmt kein Tier mehr! Treibjagden sind schon zur genüge behandelt und finden eh meist nur ein Mal im Jahr statt. Diese sind laut NABU und ökologischem Jagdverband die umweltverträglichsten Jagden. Grundsätzlich sollte jeder Naturnutzer sich entsprechend verhalten.
    Es gibt eine schier unerschöpfliche Zahl von Jägerlügen die problemlos mit etwas Hirn und Informationen widerlegt werden können.
    Das Blöde ist jetzt ja, dass ich Deinen ganzen Quatsch widerlegt habe. Wenn Du noch zusätzliche Infos brauchst oder nicht weiter weist, ich habe auch auf anderen Seiten meinen Senf dazu gegeben.

  9. Carl says:

    Hab doch noch was vergessen:

    „“Jäger haben in unserer Natur absolut NICHTS zu suchen, Sie schießen auf knapp 5 Millionen Wildtiere, hunderttausende Katzen und Hunde jedes Jahr, und sogar regelmäßig auf Menschen – viele dabei mit tödlichem Ausgang!““
    Jäger (nicht nur menschliche) gibt es schon immer in der Natur und gehören deswegen auch dazu! Wer jedoch auf Hunde (kommt zwar nicht oft vor und mir persönlich ist kein Fall bekannt aber um gegen die Jagd zu hetzen kann man da schon mal ein bisschen übertreiben) und Katzen in der Nähe von Wohngebieten schießt, dem muss ganz klar der Jagdschein genommen werden. Hier muss auch das Jagdgesetz geändert werden. Aber als Tier- UND Naturschützer bin ich der Meinung dass verwilderte Hauskatzen (nicht zu verwechseln mit der Europäischen Wildkatze) in der Natur nichts zu suchen haben. Diese töten ein Vielfaches an Wildtieren, unter anderem auch geschützte Arten. Ist einfach Fakt, wenns auch viele nicht hören wollen. Hier geht die Verantwortung an manche Katzenhalter ihre Tiere zu kastrieren und zu registrieren. Dass Jäger regelmäßig auf Menschen schießen, dazu brauch ich nichts zu sagen. Weiß jeder dass das Quatsch ist.

    „“Jedes Mal liest man nur von “militanten Tierschützern” die Hochsitze umsägen, doch die Wahrheit ist doch, dass wir die Arbeit tun die im Sinne des Tierschutzes und des Schutzes für unsere Mitmenschen jeder tun sollte! Für den gemeinen Bürger ist die Jagd oft etwas Selbstverständliches. 80% der Bürger mögen sie zwar nicht, jedoch wird sie eben oft einfach akzeptiert.
    An dieser Einstellung krankt unsere ganze Gesellschaft in vielerlei Themenbereichen. Es wird akzeptiert was nicht zu akzeptieren sein kann!““
    Der an sich gute Wille für den Tierschutz ist vielleicht bei manchen von euch sogar vorhanden, geht jedoch mit solchen Hochsitzaktionen total in die falsche Richtung.
    Der „gemeine Bürger“ ist übrigens in der Regel kein Vegetarier und nicht so dumm wie ihr glaubt und hat deswegen (und natürlich noch aus vielen anderen Gründen) nichts gegen die Jagd. Eure 80% stammen wohl aus einer Umfrage bei eurer letzten ALF-Sitzung. Offizielle Umfragen sehen ganz anders aus. Gegen die Jagd sind meist die Leute die davon am wenigsten Ahnung haben. Wie man bei deinen Aussagen deutlich sehen kann.

    „“In den letzten Wochen kam es in Deutschland zu vielen weiteren Hochsitz-Absägungen, macht weiter so! Jeder zerstörte Hochsitz, Ansitz usw. wird leben retten, auch wenn dies die grausamste der Jagdmethoden, die Treibjagd nicht verhindert. Dabei werden die Tiere des Waldes teilweise von bis zu 400 Jägern und Treibern gehetzt, bis man Ihnen den tödlichen Schuss verpasst! Ein Massaker!““
    Treibjagd wurde ja schon zur Genüge erörtert. Aber nur ein kleiner Teil der Jagdteilnehmer treibt das Wild und nicht z.B. 400 wie von dir behauptet. Ausserdem fand die Jagd auf einer Fläche von 5.500 ha statt. Dafür sind es eigentlich zu wenig Jäger. Die absolute Anzahl an Jagdteilnehmern ist also reine Augenwischerei.

  10. soso says:

    Na Carl, so dreht und wendet sich der Jäger seine Wahrheit wie es ihm ins Bild passt, stimmts? Einige deiner Ansätze mögen zwar gut und auf den ersten Blick plausibel sein, doch redest du immer wieder gerne alles schön. Klar, einige Textstellen oben sind etwas krass geschrieben, wie das eben von dir zitierte Beispiel:

    “Jäger haben in unserer Natur absolut NICHTS zu suchen, Sie schießen auf knapp 5 Millionen Wildtiere, hunderttausende Katzen und Hunde jedes Jahr, und sogar regelmäßig auf Menschen – viele dabei mit tödlichem Ausgang”

    Tatsache ist aber, dass jeden Monat entweder Jäger oder Jagdhelfer selbst (durch Unfälle) oder durch sich abspielende Familiendramen von Jägern begangen werden. Natürlich gibt es auch Familiendramen von nichtjägern – aber es ist Tatsache dass bei den Fällen in denen Schusswaffen im Spiel sind, nunmal meistens Jäger beteiligt sind. Ein Mord mit einer Schusswaffe ist schneller und unbedachter geschehen als aufwendigere Methoden bei denen man selbst aktiver werden muss. Und das mit Hunden und Katzen ist keinerlei Übertreibung, in Jägerforen liest man immer wieder, wie sich eine größere Anzahl von Jägern daran aufgeilt Hunde oder sehr gerne auch Katzen zu erschießen. Es gibt jedes Jahr enorme Abschusszahlen in diesem Bereich, natürlich gehen die Jäger selbst nicht hausieren und sagen überall dass sie ein Haustier nieder geschossen haben – sie kennen den Widerstand der sich auftun würde – aber was soll man schon erschießen, wenn sich sonst nichts sehen lassen will. Ich muss immer wieder lachen, wenn behauptet wird dass z.b. Katzen die Vogelbestände gefährden. Natürlich schafft sie es hin und wieder wirklich eine Katze einen Vogel zu erwischen, doch dies ist nicht die Regel. Auch dies gehört zur Natur, aber hier wird grobe Schwarzmalerei betrieben.

    Wer es raus hat, die Medien für sich nach seinen Informationen richtig zu filtern, bekommt in vielerlei Hinsicht einen viel besseren Überblick. Und da wirst auch du erkennen dass Todesfolgen mit Schusswaffen durch Jäger einen Großteil ausmachen. (ich rede hier nicht von organisierter Kriminalität, die steht außen vor)
    Und dass Haustiere durch Jäger erschossen werden, passiert jeden Tag zu Hauf in Deutschland (und anderswo), und auch hier gelangt nur ein geringfügiger Teil in die Presse.

    Diese Diskussion könnte man ewig in die Länge ziehen, du hast dir ja richtig viel Zeit genommen die oben geschriebenen Aussagen irgendwie zu widerlegen, jedenfalls mit deiner eigenen Wahrheit die du versuchst glaubwürdig rüber zu bringen. Letztliche Tatsache ist und bleibt aber, wo viel geschossen wird, regelt die Natur mit hohem Nachwuchs nach, damit die Art bestehen bleibt. Wo viel Nachwuchs ist, muss viel Futter her. Der durchschnittliche Hobbyjäger (wie du, nehme ich an) kirrt natürlich seine “Wildtierzucht” damit er stets viel Jagdbares Wild hat. Die Schweiz macht es uns doch vor, dort gibt es einige Kantone in denen die Jagd grundsätzlich verboten ist, dort werden nur Tiere in seltenen Ausnahmen durch Jäger erschossen. Komischerweise bekommen es die Schweizer in diesen Regionen hin, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt wird, sogar Wolf und Luchs kommen darin vor. (In manchen Gebieten siedelt man nun sogar auch in Deutschland wieder Wölfe an). Die Bauern werden finanziell gefördert um mobile Elektrozäune für ihre Tiere aufzustellen. Viele kaufen sich für ihre Schafe auch Hütehunde die die Herde nicht nur zusammenhalten, sondern auch vor Wölfen schützen. Hier muss natürlich grundsätzlich erstmal etwas im Kopf dieser Menschen passieren um überhaupt die Bereitschaft FÜR DIE NATUR zu entwickeln, auch mal selbst etwas Geld und Arbeit zu investieren damit ein geregeltes Zusammenleben möglich ist. Es ist alles nur eine Willensfrage, und krampfhafte Bejagung hat nur negative Auswirkungen. Jede Art ist bestrebt für einen gesicherten Nachwuchs zu sorgen, wird dieser abgeschossen, werden um so mehr nach geboren, um mehr Tiere (oder überhaupt welche) durchzubringen, und dadurch wird dem Bauern mehr Schaden zugefügt als ohne Jagd. Denn der Jäger ist nicht immer zur Stelle. Und das Tierleid ist letztlich unermesslich groß. Ich bin vielleicht kein Tier, aber es dürfte klar sein dass auch Tiere Gefühle haben und soziale Familiengemeinschaften bilden. Und auch hier gibt es Leid und Trauer. Ganz nebenbei, beim Abschuss (vor allem Fehlschuss) auch enormes Leid durch physische Schmerzen. Bei weitem nicht jeder Jäger ist ein passionierter Scharfschütze. Aber mit oder ohne Schmerz ist es ein Unding, vor allem wenn man sich die gesamten Todeszahlen ansieht.

    Es gibt da etwas ganz wichtiges was natürlich auch die Jäger untereinander nochmal stark unterscheidet, und dass ist die Jagdethik die bei sehr vielen Jägern komplett auf der Strecke geblieben ist! Die scheint bei dir zwar vorhanden zu sein und du scheinst es gut zu meinen, aber viele Bräuche aus den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten sind auf falschen Annahmen entstanden. So gilt es auch bei der Jagd vieles zu überdenken, siehe die Schweiz. Aber natürlich steht dies im starken Gegensatz zum Hobby “Jagd”.
    Achja, ich will natürlich noch einen zweiten großen Unterschied der Jäger natürlich nicht verschweigen.
    Hobbyjäger möchten gerne die Zahlen hoch halten, dann gibts nämlich auch viel zu jagen, das refinanziert sich besser und macht mehr Spaß. Berufsjäger die oft für die Forstverwaltungen zuständig sind haben genau das Gegenteilige Interesse – Ihr Holz so Gewinnbringend wie möglich wachsen zu sehen, und dazu kann man keine größeren Wildtiere im Wald gebrauchen – alles bloß finanzielles Risiko – also müssen sie getötet werden.
    Das sind zwei Arten von Jägern die genau das Gegenteil erzielen wollen, es ist kurios und auf eine Art auch echt zum Lachen. Was beide letztlich bewirken ist allerdings nicht mehr lustig. Letztlich schießen beide Arten von Jägern viele, viele Tiere ab, und die einen sind sogar noch an einem massiven Abholzen unserer Wälder schuld – Nachhaltigkeit ist vielerorts nicht zu erkennen, es wird zwar vereinzelt nachgepflanzt, aber das entschädigt nie die Masse der gefällten Bäume. Hier wird Lebensraum im großen Stil vernichtet. Jeder sieht nur seinen eigenen Profit in den Bäumen. Und die nachgepflanzten Bäume stehen alle perfekt in Reihe – so dass das Wild sofort erkennbar ist und sich nichtmehr verstecken kann. Das ist der perfekte Forst, und die absolute Tendenz überall im Wald. Wenn man sich damit näher beschäftigt, erkennt man dies schnell. Bäume werden so eng angeplanzt, dass die Vielfalt der Arten massiv darunter leidet. Früher waren die Felder weit ausgedehnt und ließen sehr viel licht rein, dies war ein Paradies für unzählige Tier und Pflanzenarten. Wir Menschen haben dies zerstört und zerstören es in einger ungeheuren Geschwindigkeit immer weiter.

    Dass die Jäger für Wildschäden aufkommen müssen ist natürlich jedem Jagdgegner bestens bekannt, doch wird niemand einfach so tausende von Euro Schaden + Pacht und andere Ausgaben zahlen, wenn es sich für ihn nicht auch lohnen würde! So Aufopferungsvoll wird ein Großteil der Jäger ganz sicher nicht sein, nur für die Natur und FÜR DIE TIERE! Hier stehen Abschusszahlen ganz vorne, und selbst aus Reihen der Jäger gibt es schon vereinzelt massive Einwände gegen Abschusszahlen die überhaupt nicht zu einander passen. Viele Jäger im gleichen Gebiet haben oft völlig verschiedene Limits, sehr viele haben überhaupt keine, aber irgendwie geht jeder glücklich immer weiter jagen. Das Ende vom Lied ist, dass die Dunkelziffer ermordeter Tiere viel höher ist, als offizielle Zahlen belegen.
    Man sollte nicht verschweigen dass ein Großteil des getöteten Wildes auch wiederum an Metzgereien und Restaurants verkauft wird. Und warum die Fuchsjagd so beliebt ist, wundert mich auch nicht – das Fuchsfell wird nachweislich an Pelzunternehmen verkauft. Und wir wissen alle wie hoch Pelz gehandelt wird! Dies trifft vielleicht nicht auf jeden Jäger zu, doch wird sich ein Großteil diese Geldquelle nicht nehmen lassen. So refinanzieren sich auch Ausgaben, je nachdem wie ergiebig das jeweilige Jagdgebiet ist und wie aktiv der Jäger bei der Sache ist.
    Achja und je nachdem wieviel Hochsitze dem Jäger noch zur Verfügung stehen… denn Stunden lang am Boden stehen und sitzen macht ja keinen Spaß, vor allem weil die Aussicht da unten so schlecht ist, der Schusswinkel viel steiler und somit viel gefährlicher am Boden als vom Hochsitz und es einfach nicht so bequem und teilweise kuschelig ist wie auf dem Hochsitz. Hochsitze mit Vollausstattung habe ich schon so einige gesehen… vor allem am Boden liegen.

    Carl nimms mir nicht übel wenn ich nicht auf alle deine Aussagen noch einmal argumentativ eingehe (keine Angst, ich habe genug), es wird mir einfach zuviel Schreibkram, diese Zeit nutze ich viel lieber im Wald.

    Fazit ist, dass man nicht alle Jäger über einen Kamm scheren kann, da hast du Recht – letztlich maßen sich aber alle an, Wildtiere zu töten – und dies kommt auf eine mehr als beachtliche und erschreckende Quote am Ende des Jahres, die Dunkelziffern sind nochmal viel höher. Es gibt rücksichtsvolle und rücksichtslose Jäger, doch ändert dies letztlich oft nur wenig am finalen Ergebnis in Zahlen. Für Jagdgegner ist der Mord an Wild und Haustieren, sowie natürlich auch die Gefahr für Menschen (man kann Jagdunfälle nicht völlig ausblenden, sie geschehen jeden Monat, und vorsätzliche Straftaten durch bewaffnete Jäger auch) natürlich völlig inakzeptabel und wird es immer sein. Viele Biologen kommen außerdem auf ein anderes Bild zur Jagd wie es die Jäger heutzutage immernoch zeichnen wollen. Diese Argumente stoßen natürlich trotzdem immer auf Widerstand der Jäger, sie sind eben unbelehrbar. Wobei auch Ausnahmen die Regel bestätigen, ich habe auch schon seltene Zeitungsartikel vernehmen können, in denen sogar Alteingesessene Jäger durch moderne Informationen Ihr Hobby nieder legten. Doch dies sind nur hochseltene Einzelfälle.
    Gut hingegen, finde ich die generelle Entwicklung, dass es bei den Jagdvereinen an jungem Nachwuchs mangelt, doch nur darauf können wir Jagdgegner uns nicht verlassen. Dafür sterben einfach jedes Jahr zu viele. Alles Leid kommt eines Tages hoffentlich auf die Täter zurück – der ein oder andere verletzt sich tödlich bei der Jagdausübung, der andere erleidet entweder horrende finanzielle Schäden durch Sabotage, oder zumindest enormen Arbeitsaufwand den er bewältigen muss. Immer mehr Menschen werden sich so langsam Ihrer Natur wieder bewusst, so wundert mich nicht dass bundesweit auch wieder mehr Hochsitze im Wald umgesägt, auf dem Feld abgebrannt oder in Extremfällen sogar gesprengt werden. Letzteres waren wohl Überreaktionen in einigen Einzelfällen, die vermutlich die Entschlossenheit verdeutlichen sollte. Teils sicher auch einfach Jugendstreiche ohne Hintergedanken. Doch jeder zerstörte Hochsitz ist immerhin einer weniger, egal welcher Grund der Auslöser war.

    Bitte schreib doch bitte mal dazu woher du kommst und ob du auch vom “Problem” umfallender Hochsitze betroffen bist.

  11. soso says:

    Hier sind ein paar Interessante Videos über die Jagd, auch für Carl interessant (da hier von Carl geschrieben wird, dass ich nur Lügen würde)

    In diesem Wegweisenden SWR-Bericht werden die größten und bekantesten Jägerlügen von Star-Biologen Prof. Josef Helmut Reichholf wissenschaftlich fundiert widerlegt:
    http://www.youtube.com/watch?v=-Ls-m1kDwVY

    Impressionen einer Hasenjagd:
    http://www.youtube.com/watch?v=lHOpJCXAfdM

    Jagdlicher Abschuss von Haustieren (zwingend anschauen! So verschwinden Haustiere!):
    Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=ouoZ_VALgGA
    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=LQ8x5svCUv4

    Zitat: “Wenn ‘ne Katze drin ist (in der Falle), würde ich meine Pistole durchladen und die Klappe oben aufmachen und durch das entsprechende Gitter einen Fangschuss setzen” (es gibt sicher auch andere Lösungen als eine Katze in einer Falle zu erschießen! Da brauchen sich Jäger nicht wundern wenn sie auf immer größeren Widerstand stoßen!) Und wie man am Katzenlockmittel im Video Teil 1 sieht, verströmt dieser Geruch so stark, bis ins Wohngebiet. Dann heißt es, die Katzen wildern wenn sie mit Baldrian angelockt werden!
    Aufgrund der Jägerkommentare ist ganz klar, dass es sich hier keineswegs um Ausnahmen handelt!

    Der Jäger weiter oben hat sich eine Katzenfellhosen aus seinen Opfern nähen lassen (18 – 20 Katzen in dieser Hose!)
    http://www.youtube.com/watch?v=GNaCz5IaRK4

    Ende der Schonzeit für Jäger “Stoppt die Bestie Jäger”:
    http://www.youtube.com/watch?v=DGjIQQZ7N7g

  12. Carl says:

    Hallo Soso, du hast recht das Schreiben kostet doch viel Zeit.
    Ich versuche (ehrlich) mich kürzer zu fassen. Dass bei der Jagd Unfälle vorkommen (wie bei vielen anderen Aktivitäten auch) ist unbestritten. Und selbst wenn es jeden Monat einer wäre, dann 12 pro Jahr in ganz Deutschland! Jeder Verletzte oder Tote ist einer zuviel, aber dann dürfte ich nicht ins Auto sitzen oder aufs Mountainbike. Jeder muss sich klar sein welcher Gefahr er sich aussetzt. Es wurden hier noch nie Unbeteiligte durch Schusswaffen verletzt. Auch die Amokläufe und Überfälle der jüngeren Zeit wurden nicht mit Jagdwaffen durchgeführt. Familiendramen gibt es, aber die Mehrzahl endet tödlich durch Messerstiche oder Schläge…aber darum geht’s ja auch eigentlich nicht oder???
    Wie viele Hunde oder Katzen getötet werden? Wie viele Vögel fangen Katzen? Ich bin zwar seit über 30 Jahren Hobbyornithologe, aber wir werden uns hier vermutlich nicht näher kommen. Ich kann nur mein begrenztes Umfeld beurteilen…fertig.
    Es gibt auch nicht nur Hobbyjäger die einen hohen Wildbestand anfüttern (Für Dich zur Info. Kirren ist was anderes) oder Forstbeamte die alles erlegen wollen. Habe ich schon aber schon mehrfach gesagt. Die für mich richtige goldene Mitte wird ausgespart…
    Zum Waldbau: Falls Du doch mal in Süddeutschland im Wald unterwegs sein solltest, hier setzt man seit Jahren auf die so genannte Naturverjüngung ( hier soll wachsen was von alleine kommt). Es wird dabei nur entnommen was nachwächst. Die Fichtenmonokultur ist längst überholt und nur noch ein Überbleibsel. Nur einige Privatwaldbesitzer pflanzen noch Buchen ö.ä. Deswegen gibt es beim Forst auch keine Pflanzschulen mehr. Unser Wald wurde in den letzten Jahren ökologisch immer abwechslungsreicher und wertvoller, da auch viel so genanntes Totholz stehen oder liegen bleibt, was früher sofort „aufgeräumt“ wurde.
    Über Jägernachwuchs bin ich übrigens froh. Ihnen kann man andere Werte vermitteln. Und wenn dafür ein paar alte engstirnige Jäger in Ruhestand gehen ist das OK.
    Das mit „viele Biologen“ und das Modell eines Kantons der Schweiz in dem bezahlte Jäger jagen lassen wir heut mal, bin zu müde.
    Ich komme übrigens aus BaWü und habe keine Probleme mit zerstörten Hochsitzen.

    Dann nach was zu deinem anderen Komentar mit den Filmchen: Du solltest meine Kommentare doch etwas genauer lesen. Ich habe nie behauptet dass du immer lügst sondern dir bei manchen Aussagen auch zugestimmt. Nur wenn dann doch etwas zu sehr übertrieben (aus meiner Sicht) wurde musste ich das einfach richtig stellen. Dass Jäger Katzen töten habe ich zugegeben, aber auch für den Entzug des Jagdscheins plädiert. Im übrigen lehnen dass auch viele Jäger aus meinem Umfeld rigoros ab. Da ich sozusagen an der Quelle sitze, kann ich die Anzahl auch einschätzen. Im Sinnen des Tierschutzes (nämlich auch für Wildtiere) bleibe ich bei meiner Meinung über verwilderte herrenlose Hauskatzen.

    Herr Reichholf ist eher durch seine abgehobenen Thesen bekannt als durch wissenschaftlich fundierte Forschung, was viele seiner Kollegen im auch ankreiden (kann man alles nachlesen). Alles wird so hingedreht bis es zu “seiner” These passt. Zum “Star” ist er nicht aufgrund seiner Leistung geworden, sondern weil er bei “seinen Forschungen” immer was ganz Gegensätzliches rausbekommt als die anderen Professoren an unseren Universitäten (die im übrigen die Wildbiologie als Hauptthema haben und nicht nur nebenbei wie Herr Reichholf). Mann muss ihm aber eins lassen, was ihm als Biologe fehlt, hat er als sein eigener Imageberater gut ausgeglichen. Deswegen lässt er sich natürlich bereitwillig von SWR3 für einen “wegweisenden” Bericht vor den Karren spannen. Dann interviewt man noch bewusst die dümmsten Jäger Deutschlands und einen naiven Berufsjäger, der bei einem Bonzen gegen Bezahlung Dinge tut die mir nie im Traum einfallen würden und fertig ist der objektive Bericht. Warum interviewt mich denn nie jemand?? 

    Wünsche noch einen schönen Abend.

  13. soso says:

    Carl, dass noch nie Unbeteiligte von Schusswaffen bei der Jagdausübung verletzt wurden stimmt nicht. Es wurden bereits Spaziergänger angeschossen und erschossen. Im Jahr sterben bis zu 40 Menschen bei der Jagd in Deutschland. Ganz zu schweigen von den über 5 Millionen Wildtieren und hunderttausenden Haustieren, aber das Thema hatten wir schon. Klar, wo anders sterben auch Menschen, aber jetzt haben wir nunmal das Thema Jagd. Es kann nicht angehen dass mir als Spaziergänger im Wald auf einmal Kugeln um die Ohren fliegen. (Es ist mir übrigens wirklich schon passiert, die Lautstärke des Knalls hab ich immer noch im Kopf, obwohl der gute Mann 200 – 300 Meter weit weg war). Ich lief gerade nichts ahnend auf der Rückseite der Baumgruppe auf die er schoss… Mir kam auch ein Reh entgegen gerannt. Ganz ohne Schrecken scheinen diese zarten Tierchen wohl doch nicht vor dem Knall stehen zu bleiben. Es rannte so schnell es konnte den nächsten Abhang hinunter, der sehr unwegsam war. Aber immernoch besser als tot.

    “Jeder muss sich klar sein welcher Gefahr er sich aussetzt”
    Sag das den Spaziergängern die es in Vergangenheit getroffen hatte… es gab diese Fälle tatsächlich schon, und der Spaziergänger geht nicht davon aus dass irgendwo hinter der nächsten Ecke ein Jäger auf einem Hochsitz mit seinem Gewehr in seine Richtung zielt. Weiter oben schrieb ich ja schon von einer persönlichen Erfahrung von umherfliegenden Geschossen. Generell fragt man sich, worauf Jäger überhaupt manchmal schießen… Rinder, Zuchtpferde auf einem eingezäunten Grundstück…. ist doch irre. Klar schwarze Schafe gibts überall, aber bei soviel schwarzen Schafen ist es wirklich leichter die weißen zu zählen.

    Es gibt außerdem keine Überpopulation an Wildtieren, sondern eine Überpopulation an Menschen – aber das ignoriert jeder. Und trotzdem werden keine Treibjagden auf Menschen durchgeführt (was ja auch richtig ist…)

    “Falls Du doch mal in Süddeutschland im Wald unterwegs sein solltest, hier setzt man seit Jahren auf die so genannte Naturverjüngung ( hier soll wachsen was von alleine kommt)”
    Ich beobachte in Süddeutschland im Moment in vielen Gebieten das Abholzen großer Flächen. Hier wächst so bald nichts mehr nach, und hier geht ganz massiv Lebensraum verloren. Ganz nebenbei, mit dem Kirren hast du recht, das ist was anderes – das weiß ich auch, aber beim drauf los schreiben…naja egal… lassen wir meinen Flüchtigkeitsfehler mal so stehen.

    Ich beobachte auch wie hier in abgesteckten Gebieten vierlerorts gezielt Bäume in Reihe gepflanzt werden. Privatwald ist dies sicher nicht, es erstreckt sich auf verschiedene große Gebiete, Methode und Material sind immer exakt die Gleichen. Es ist das Werk der Forstverwaltung. Der Abstand zwischen den Bäumen ist nur minimal. Andererseits wird wie schon gesagt anderen Flächen in der selben Region alles an Bäumen abgeholzt was gefunden wird. Das meiste Totholz ist von Forstmaschinen fabriziert, lebendiges Unterholz wird systematisch beseitigt – Klare Blicke durch die Bäume, immer weniger Fluchtmöglichkeiten für Tiere. Der Wald geht spürbar von Jahr zu Jahr zurück. Unter den vom Forst in Reihe gepflanzten Bäumen, die bereits groß sind, entwickelt sich kein weiteres Unterholz… das Licht fehlt, weil jeder Baum am anderen steht. Forst und Jagd geben sich die Klinke in der Hand. Wo Forstmaschinen Wege durch den Wald ebnen, entstehen neue Jägerhochsitze. Wobei, irgendwann werden sie wohl die einzigen sein die dort noch stehen… wobei wenn man sich die Entwicklung so anschaut, fallen die vermutlich schneller wieder um als es einigen lieb ist. Alle paar Tage steht in irgendeiner Zeitung etwas von gesprengten, verbrannten oder umgesägten Hochsitzen. Nunja, das soll nicht mein Problem sein.

    Das wir uns beim Ermorden unschuldiger und wehrloser Tiere nicht näher kommen, versteht sich von selbst.

  14. Harald M says:

    Die wichtige Hege und Pflege des Waldes und des Wildes –
    aber bitte in einer natürlichen Population – muß sein.
    Das Aufblasen vor Spaziergängern und Hundehaltern ist eine andere Sache,
    wo sich reiche Industrielle ihr Ansehen erkauft haben und Landgraf spielen:
    Jagdpächter sind nur Hobbyisten und keine Naturschützer.
    Hochsitze umsägen ist Sachbeschädigung, –
    hinterfragt werden sollte der Aspekt, ob diese Schießbuden in dieser enormen Zahl und ohne Baugenehmigung
    (z.T. mit Betonfundamenten und Dach und Seitenwänden, rollbar etc.) aufgestellt werden dürfen !
    Der Beschnitt um die Hochsitze (Sicht) ist ein Grund dagegen zu sein,
    weil der natürliche Zustand des Waldes gestört und der Anblick kontaminiert wird.
    Die massive Befahrung mit Jagdwagen ist ein weiterer Punkt, der die Ruhe des Waldes belastet und sogar Feldwege und Wiesen betrifft, wo die “armen Häschen” sind…
    Den Aspekt bez. Baugenehmigung der Dichte von Ansitzen würde mich interessieren-
    wer etwas weiß, möge das bitte mitteilen.

  15. Harald M says:

    Einen Link aus der Schweiz habe ich gefunden:
    http://www.forstamt.tg.ch/documents/Richtlinie-1-Jagdliche-Hochs.pdf
    Demnach wären einige Hochsitze bei uns genehmigungspflichtig…

  16. Harald M says:

    Noch eins:
    http://www.naturpark-hochtaunus.de/index.php?site=naturpark&rubrik=content&id_input=2
    (Diesmal aus unserer Ecke)
    Leider kein Wort (trotz vieler verquarster Schachtelsätze) von der zulässigen Dichte der Schießbuden.

  17. Carl says:

    @Soso: “Das wir uns beim Ermorden unschuldiger und wehrloser Tiere nicht näher kommen, versteht sich von selbst.”
    Das ist genau der eigentliche Kernpunkt. Du bist Veganer oder Vegetarier und willst nicht dass ein Tier für dich getötet wird. Da du dies offensichtlich auch von anderen (auch von mir da ich Fleisch esse) verlangst, bist du generell gegen das Töten von Tieren und damit gegen die Jagd. Also suchst Du alle möglichen Argumente drumherum die gegen die Jagd sprechen könnten (die ich natürlich wieder “schön rede”), auch wenn diese woanders in gleicher Ausprägung vorkommen. Z.B. Ein Reh rennt vor dir genauso davon wie vor mir, es macht keinen Unterschied. Auch nicht ob es knallt oder nicht. Abgeshen davon ist ein Reh ein Wildtier und nicht Omas Fiifi und kommt deswegen die steilsten Hänge runter und wieder rauf ohne sich zu verletzen. Gefährlich sind nur alte vergessene Zäune (die ich in meinem Revier alle abreiß und entsorge) und Straßen.
    Im übrigen halte ich dich für einen zwar engagierten Streiter, aber nicht für unbedingt für einen Hochsitzumsäger. Und du hast recht! Das mit der Annäherung wird aufgrund unserer Basisstandpunkte leider nicht funktionieren.

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